Favoritenquoten richtig lesen und Risiken abwägen
Quoten spiegeln eine Markteinschätzung wider; Handicap, Marge und Wettart beeinflussen, wie Chancen und mögliche Auszahlungen einzuordnen sind.

Woran sich Favoriten im Jahr 2026 erkennen lassen
Wer 2026 einen Favoriten für einen Titel sucht, kann aktuelle Wettquoten als Orientierung heranziehen. Sie bündeln Einschätzungen dazu, wie ein Team in einem Wettbewerb abschneiden könnte, und zählen zu den verlässlichsten Indikatoren für realistische Titel-Chancen. Eine Quote ist jedoch eine Momentaufnahme: Sie zeigt, wie ein möglicher Ausgang am Markt bewertet wird, nicht, wie die Saison oder ein Turnier tatsächlich enden wird.
Bei Fussballwetten fällt ein Team meist durch eine vergleichsweise niedrige Siegquote auf. Für Favoriten liegen die Quoten häufig im Bereich von 1,2 bis 1,8. Je niedriger die Zahl, desto stärker wird der betreffende Ausgang gegenüber den Alternativen eingeschätzt. Eine Favoritenquote von 2,0 oder höher deutet dagegen auf eine vorhergesagte Siegwahrscheinlichkeit von weniger als der Hälfte hin. Das ist eine Orientierung für die Einschätzung, keine Aussage über den späteren Spielausgang.
Die Quote entsteht aus mehreren Faktoren, die zusammen ein Bild der möglichen Leistung ergeben. Dazu gehören die aktuelle Tabellenlage und die Formkurve eines Teams. Hinzu kommen weitere relevante Hinweise auf den wahrscheinlichen Verlauf eines Ereignisses. Wie diese Aspekte gewichtet werden, kann sich mit neuen Ergebnissen und veränderten Umständen verschieben. Deshalb kann ein Team, das zu einem Zeitpunkt als Favorit gilt, später anders eingeschätzt werden.
Die Reihenfolge ist keine Rangliste.
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Jouez Sport
- Lizenz
- Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So)
- Zahlungsmethoden
- TWINT, Visa
- Merkmale
- Cash-out, iOS-App
- Tools für verantwortungsvolles Spielen
- Verlustlimiten, vorübergehender Spielausstieg (1 Tag bis 6 Monate), unbefristete freiwillige Spielsperre (gilt auch für Casinos in der Schweiz und Liechtenstein)
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PMU
- Lizenz
- Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage (Antrag Freitag bis Sonntag: bis zu 6 Werktage)
- Zahlungsmethoden
- Mastercard
- Merkmale
- Pferdewetten
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Sporttip
- Lizenz
- Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- TWINT, PostFinance, Kreditkarte
- Merkmale
- Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App
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Cloudbet
- Lizenz
- Curaçao Gaming Authority, OGL/2024/328/0599
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- unter 2 Minuten (90 % der Auszahlungen)
- Zahlungsmethoden
- Bitcoin, Ethereum, Litecoin
- Merkmale
- Livewetten, E-Sport, Casino, Live-Casino
- Tools für verantwortungsvolles Spielen
- Einzahlungslimits (täglich, wöchentlich, monatlich), Abkühlung (24 Stunden bis 3 Monate), Selbstausschluss (1 Jahr bis lebenslang)
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win2day
- Lizenz
- Österreichische Konzession
- Merkmale
- Livewetten, Casino, Live-Casino, Poker
- Tools für verantwortungsvolles Spielen
- Verpflichtendes win2day-Einzahlungslimit (unter 26 Jahren pro Woche, Standard 250 Euro; ab 26 pro Monat), persönliches Zeitlimit pro Tag, persönliches Spiellimit, Mentor-Tool
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MyStake
- Lizenz
- Curaçao Gaming Authority (CGA), OGL/2024/250/0115
- Merkmale
- Livewetten, E-Sport, Virtuelle Sportarten, Casino
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VegasHero
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- Bitcoin, Ethereum
- Merkmale
- Wett-Konfigurator, Frühe Auszahlung
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Gransino
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- Bitcoin, Ethereum
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Glorion
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- Bitcoin, Ethereum
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Casinozer
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- 24–48 Stunden nach Verifizierung
- Merkmale
- E-Sport, Casino
Für die Einordnung von Titel-Chancen ist es sinnvoll, die Quote im Zusammenhang mit dem jeweiligen Wettbewerb zu lesen. Ein niedriger Wert kann anzeigen, dass ein Team gegenüber den Konkurrenten stärker eingeschätzt wird. Er sagt für sich allein aber nicht, wie gross der Abstand zwischen den Teams ist oder welche Entwicklungen im Wettbewerb noch eintreten. Die Tabellenlage und die Formkurve liefern dazu Kontext, während die Quote eine verdichtete Einschätzung des möglichen Ergebnisses abbildet.
Bei Wetten auf Favoriten im Jahr 2026 sollte daher die aktuelle Quote als Hinweis verstanden werden, nicht als Gewissheit. Sie hilft, die Einschätzung eines Teams einzuordnen und mit dessen sportlicher Ausgangslage abzugleichen. Auch ein klar erkennbarer Favorit kann hinter den Erwartungen zurückbleiben; Titel-Chancen bleiben an den tatsächlichen Verlauf des Wettbewerbs gebunden.
EM-Favoritenwetten im Schweizer Rechtsrahmen
Wer bei einer Europameisterschaft auf einen Titelanwärter setzen möchte, sollte zuerst prüfen, ob der Wettbewerb und die gewünschte Wettart in der Schweiz zugelassen sind. Favoritenwetten sind nicht automatisch erlaubt, nur weil sie ein grosses Turnier betreffen oder bei einem Anbieter angezeigt werden. Massgeblich ist, ob Sportart, Wettbewerb und Wettform bewilligt sind. Die Gespa-Liste bietet dafür einen konkreten Prüfpunkt: Wettbewerb und Wettart müssen dort aufgeführt sein.
Auch die Anbieterin muss über eine Schweizer Bewilligung verfügen. Eine Bewilligung aus dem Ausland ersetzt diese Voraussetzung nicht. Ein ausländischer Anbieter wird durch eine dort gültige Lizenz also nicht automatisch zu einer zulässigen Anlaufstelle für Personen in der Schweiz. Für Online-Wetten um Geld gilt der Schweizer Rechtsrahmen; weitere Anbieterinnen für Sportwetten als Grossspiele sind hier nicht zugelassen.
Bei einer EM-Wette sind deshalb zwei Fragen getrennt zu beantworten: Ist die Anbieterin in der Schweiz bewilligt, und ist genau diese Wette auf das betreffende Turnier zulässig? Eine positive Antwort auf die eine Frage reicht nicht für die andere. Selbst wenn eine Anbieterin rechtmässig Sportwetten anbieten darf, folgt daraus nicht, dass jede angebotene Sportart, jeder Wettbewerb und jede Wettart freigegeben ist.
Das betrifft auch die konkrete Auswahl innerhalb eines Turniers. Eine Wette auf den späteren Titelgewinner ist eine andere Wettart als eine Prognose zum Ausgang eines einzelnen Spiels. Entscheidend bleibt, ob die jeweilige Wettart für den zugelassenen Wettbewerb bewilligt ist. Die Bezeichnung als Favoritenwette schafft keine Ausnahme von diesen Vorgaben.
Wer eine EM-Favoritenwette online abgeben will, sollte die Angaben zur Schweizer Bewilligung der Anbieterin und den Eintrag des Wettbewerbs sowie der Wettart prüfen, bevor ein Einsatz erfolgt. Eine blosse Verfügbarkeit auf einer Webseite ist kein Nachweis der Zulässigkeit. Bei nicht bewilligten Online-Wetten besteht zudem das Risiko, den Einsatz zu verlieren.
Diese Prüfung ist besonders wichtig, wenn Angebote aus dem Ausland erreichbar sind. Dass eine Seite auf Deutsch verfügbar ist oder Zahlungen aus der Schweiz annimmt, sagt für sich genommen nichts über ihre Berechtigung aus. Für eine zulässige Wette müssen sowohl der Anbieter als auch die konkrete EM-Wette in den Schweizer Rahmen passen.
Favoritenwetten: Chancen einschätzen, Risiken begrenzen
Eine niedrige Quote zeigt, dass ein bestimmter Ausgang als wahrscheinlicher eingeschätzt wird als andere mögliche Ergebnisse. Sie macht eine Wette auf den Favoriten aber nicht sicher. Auch ein Team, das vor dem Anpfiff klar bevorzugt wird, kann verlieren. Die Quote beschreibt eine Einschätzung, keine Zusage für den Spielausgang.
Zur groben Orientierung lässt sich aus einer Quote eine rechnerische Wahrscheinlichkeit ableiten: Man teilt eins durch die Quote. Bei 1.50 ergibt diese Faustregel rund 66.7 Prozent. Dieser Wert ist als Näherung zu verstehen. Er sagt nicht, dass das Team in genau diesem Anteil seiner Spiele gewinnen wird, und lässt sich nicht ohne Weiteres als tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeit lesen.
Ein Grund dafür ist, dass die Quote auch die Marge des Buchmachers enthält. Die daraus berechnete rohe Wahrscheinlichkeit bildet deshalb nicht allein die sportliche Einschätzung eines Ereignisses ab. Wer eine Favoritenquote betrachtet, sollte den Wert folglich als Orientierung verstehen und nicht als objektive Messung mit garantierter Aussagekraft. Eine niedrige Zahl kann den Eindruck hoher Sicherheit erzeugen, obwohl weiterhin ein beträchtliches Verlustrisiko besteht.
Bei einer Wette auf den Favoriten hängt der Gewinn davon ab, dass die eigene Vorhersage zutrifft. Bleibt das erwartete Resultat aus, ist die Wette verloren. Das gilt auch dann, wenn der Favorit vor dem Spiel als deutlich stärker eingeschätzt wurde. Die Quote kann das Risiko einer Niederlage nicht beseitigen und gleicht einen Verlust nicht automatisch durch spätere Treffer aus.
Sinnvoll ist daher, vor dem Einsatz zu prüfen, ob die mögliche Auszahlung zum persönlichen Risiko passt. Eine hohe rechnerische Wahrscheinlichkeit ist kein Grund, einen Einsatz zu wählen, dessen Verlust schwer wiegt. Ebenso wenig sollte eine verlorene Wette dazu führen, den nächsten Einsatz zu erhöhen oder zusätzliche Wetten abzuschliessen, um den Betrag zurückzugewinnen. Sportwetten sind weder eine Geldanlage noch eine verlässliche Einnahmequelle; keine Strategie kann einen sicheren Gewinn gewährleisten.
Wer Favoritenwetten vergleicht, sollte somit zwei Dinge auseinanderhalten: Die Quote drückt eine marktbezogene Einschätzung aus, während das tatsächliche Ergebnis offenbleibt. Die Faustregel hilft, die Grössenordnung einer Quote zu verstehen. Für eine Entscheidung liefert sie jedoch nur einen Teil des Bildes und kann die Unsicherheit eines Sportereignisses nicht aufheben.
Handicap-Wetten: Wenn der Favorit einen Rückstand aufholen muss
Bei einer gewöhnlichen Siegwette zählt, ob ein Team das Spiel gewinnt. Eine Handicap Wette verschiebt dagegen die Ausgangslage für die Wertung: Einem Team wird vor dem Vergleich mit dem tatsächlichen Resultat ein fiktiver Rückstand oder Vorsprung zugerechnet. Erst danach wird geprüft, ob die gewählte Bedingung erfüllt ist. Der Spielstand auf dem Platz bleibt davon unberührt; verändert wird allein die Abrechnung der Wette.
Ein Handicap von −1 bedeutet, dass dem betreffenden Team für die Wertung ein Tor abgezogen wird. Bei einem Handicap von +1 wird ihm ein Tor gutgeschrieben. Die Zahl wird zum echten Ergebnis addiert, bevor der Ausgang der Wette beurteilt wird. Ein Favorit mit negativem Handicap muss deshalb deutlicher gewinnen als bei einer einfachen Siegwette. Ein positives Handicap kann umgekehrt einen Vorsprung in der Wettwertung schaffen, auch wenn das Team auf dem Platz zurückliegt.
Bei der im Beispiel betrachteten Auswahl erhält Team A ein Handicap von −1. Damit die Wette gewinnt, muss Team A das Spiel mit mindestens zwei Toren Vorsprung beenden. Ein knapper Sieg reicht nicht aus: Nach Abzug des fiktiven Tores wäre der Vorsprung in der Wertung nicht gross genug. Die Bedingung bezieht sich also nicht allein darauf, ob Team A als Sieger vom Platz geht, sondern darauf, welches Resultat nach Anwendung des Handicaps übrig bleibt.
Vor einer Abgabe sollte klar sein, welches Team das Handicap erhält und mit welchem Vorzeichen es angesetzt ist. Ein Minus erschwert dessen Wettbedingung, ein Plus verbessert sie. Wird das Vorzeichen oder die Zuordnung verwechselt, kann dieselbe reale Begegnung zu einer anderen Wettwertung führen. Die Bezeichnung auf dem Wettschein ist daher zusammen mit der konkreten Auswahl zu lesen, nicht nur anhand des Favoritenstatus.
Handicap-Märkte sind nicht automatisch für jedes Spiel verfügbar. In der Schweiz dürfen Favoritenwetten nur auf bewilligten Sportarten, Wettbewerben und Wettarten angeboten werden. Vor der Wettabgabe ist deshalb zu prüfen, ob sowohl der Wettbewerb als auch die konkrete Wettart auf der Gespa-Liste stehen. Eine Handicap-Auswahl ersetzt diese Voraussetzung nicht. Entscheidend für den möglichen Gewinn bleibt anschliessend die festgelegte Handicap-Bedingung im Verhältnis zum Endresultat.
Buchmacher-Marge und Auszahlungsquote richtig einordnen
Die Quoten eines Wettmarkts enthalten nicht nur eine Einschätzung der möglichen Ausgänge. In ihnen ist auch die Marge der Anbieterin berücksichtigt. Deshalb lässt sich aus einer Quote zwar eine rechnerische Wahrscheinlichkeit ableiten, diese entspricht aber nicht automatisch der tatsächlichen Chance, dass das Ergebnis eintritt. Für eine faire Einordnung müssen beide Aspekte auseinandergehalten werden.
Als Faustregel wird die rohe Wahrscheinlichkeit berechnet, indem eins durch die Quote geteilt wird. Bei einer Quote von 1.50 ergibt das rechnerisch 66.7 Prozent. Diese Zahl beschreibt jedoch nur den Quotenschlüssel. Sie berücksichtigt weder alle Unsicherheiten des sportlichen Ereignisses noch entfernt sie den Anteil, der in der Quote als Marge enthalten ist. Eine einzelne Quote sagt deshalb nicht, wie präzise die tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt wurde.
Die Auszahlungsquote eines Markts wird anhand sämtlicher angebotener Ausgänge ermittelt. Dazu werden die aus den jeweiligen Quoten abgeleiteten Wahrscheinlichkeiten zusammengezählt. Der Wert, der bis zu einer vollständigen Auszahlung der Einsätze fehlt, bildet die Marge. Je grösser dieser verbleibende Anteil ist, desto kleiner ist der Anteil, der rechnerisch wieder an die Wettenden zurückfliesst. Betrachtet werden muss dafür der ganze Markt: Eine einzelne Auswahl reicht nicht, um die Auszahlungsquote zu bestimmen.
Für bestimmte Angebote kann die ausgewiesene Auszahlungsquote je nach Markt und Sportart zwischen 90 und 96 Prozent liegen; der verbleibende Anteil ist dann die Marge. Ob solche Werte gelten, hängt von der jeweiligen Anbieterin und dem konkreten Angebot ab. Verbindlich ist daher die Angabe in den aktuellen Bedingungen der Anbieterin, nicht eine allgemeine Erwartung an jeden Wettmarkt.
Auch eine hohe Auszahlungsquote bedeutet nicht, dass ein bestimmter Tipp wahrscheinlicher gewinnt. Sie beschreibt den rechnerischen Anteil des Markts, der nach Abzug der Marge als Auszahlung vorgesehen ist. Die Quote einer Auswahl bleibt eine eigene Bewertung und kann sich zudem verändern, wenn sich der Markt bewegt. Wer Quoten vergleicht, sollte daher prüfen, ob sich die Angaben auf denselben Ausgang und denselben Markt beziehen und ob die ausgewiesene Auszahlungsquote für das konkrete Angebot gilt. So wird die Marge als Bestandteil des Quotensystems sichtbar, ohne sie mit einer Gewinnzusage zu verwechseln.
Einzel- und Kombiwetten: Einsatz und möglicher Gewinn
Bei einer Einzelwette hängt der rechnerische Gewinn direkt vom Einsatz und der gewählten Quote ab. Für Sporttip gilt: Einsatz mal Quote. Wer beispielsweise CHF 10 auf eine Auswahl mit Quote 2.00 setzt, erhält bei richtiger Vorhersage rechnerisch CHF 20. Der Einsatz ist in diesem Betrag enthalten; der darüber hinausgehende Betrag entspricht dem Überschuss gegenüber dem eingesetzten Geld. Bei einer verlorenen Wette wird der Einsatz nicht ausgezahlt.
Die Quote muss bei einer Einzelwette mindestens 1.10 betragen. Auch für eine Kombination gilt eine Mindestquote: Hier muss die Gesamtquote diesen Wert erreichen. Der Mindesteinsatz bei Sporttip liegt für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1. Pro Einzel- oder Kombiwette kann der Einsatz höchstens CHF 1’000 betragen. Diese Grenzen betreffen den Einsatz, nicht die Höhe der Quote oder den möglichen Auszahlungsbetrag.
Bei einer Kombiwette werden mehrere Voraussagen auf einem Wettschein verbunden. Die Einzelquoten werden miteinander multipliziert; das Ergebnis ist die Gesamtquote. Anschliessend wird diese Gesamtquote mit dem Einsatz multipliziert. Bei drei Auswahlen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.00 ergibt sich eine Gesamtquote von 6.00. Ein Einsatz von CHF 5 führt bei lauter richtigen Voraussagen somit rechnerisch zu CHF 30. Wie bei der Einzelwette ist der Einsatz darin enthalten.
Der Reiz einer Kombination liegt darin, dass sich die Einzelquoten zu einer höheren Gesamtquote verbinden können. Gleichzeitig müssen sämtliche ausgewählten Voraussagen eintreffen, damit die Kombination gewinnt. Schon eine falsche Auswahl kann deshalb den gesamten Wettschein zunichtemachen. Eine höhere mögliche Auszahlung sagt für sich genommen nichts darüber aus, wie realistisch der Gewinn ist.
Für die Berechnung lohnt es sich, vor der Abgabe den Wettschein zu prüfen: Stimmen Einsatz, Einzelquoten und bei einer Kombination die daraus gebildete Gesamtquote? Auch die Mindestquote ist zu beachten. Die Multiplikation zeigt den rechnerischen Betrag bei einem erfolgreichen Tipp; sie macht aus einer unsicheren Vorhersage keine sichere Einnahme. Verlorene Einsätze durch zusätzliche oder immer höhere Wetten ausgleichen zu wollen, kann das finanzielle Risiko steigern.
Was eine Sportwette rechtlich ausmacht
Das Bundesgesetz über Geldspiele ordnet Sportwetten den Geldspielen zu: Ein Gewinn hängt davon ab, ob die Vorhersage zum Verlauf oder zum Ausgang eines Sportereignisses zutrifft. Diese Definition erfasst somit nicht nur die Prognose des Endresultats. Entscheidend ist, worauf sich die jeweilige Wette bezieht und ob sie als zulässige Wettart für das betreffende Ereignis bewilligt ist (Art. 3 Bst. c BGS).
Für online angebotene Sportwetten gelten in der Schweiz besondere Voraussetzungen. Als Grossspiele dürfen sie nur von Veranstalterinnen angeboten werden, die über eine Schweizer Veranstalterbewilligung verfügen. Zusätzlich braucht es für jedes einzelne Spiel eine Spielbewilligung. Eine ausländische Lizenz ersetzt diese Schweizer Bewilligungen nicht. Anbieterinnen ohne Zulassung dürfen hier keine Online-Sportwetten um Geld anbieten.
Auch das Angebot ist eingegrenzt: Zulässig sind nur Wetten auf Sportereignisse sowie auf bewilligte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Vor einer Wettabgabe sollte deshalb geprüft werden, ob der Wettbewerb und die angebotene Wettart auf der Liste der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa) stehen. Dass ein Ereignis sportlich ausgetragen wird, reicht für sich allein nicht aus, um jede darauf bezogene Wettform zu erlauben.
Die gesetzlichen Voraussetzungen betreffen auch die Verteilung der Einsätze. Von den Netto-Wetteinsätzen wird zunächst der vorgängig bestimmte Anteil für die Veranstalterin abgezogen. Der verbleibende Betrag wird als Gewinn an die Wettenden ausbezahlt; insgesamt müssen mindestens 50 Prozent der Wetteinsätze wieder als Gewinne ausgeschüttet werden. Daraus folgt kein Anspruch auf einen persönlichen Gewinn: Die Auszahlung hängt weiterhin davon ab, ob eine konkrete Vorhersage richtig ist und welche Quote dafür gilt.
Wer eine Sportwette platziert, nimmt also an einem gesetzlich geregelten Geldspiel teil und nicht an einer gewöhnlichen Dienstleistung ohne besondere Zulassung. Die Bewilligungen beziehen sich sowohl auf die Veranstalterin als auch auf die einzelnen Spiele. Für Wettende ist diese Unterscheidung praktisch relevant, weil unbewilligte Online-Wetten in der Schweiz nicht zugelassen sind und dabei der Einsatz verloren gehen kann. Sportwetten sollten zudem weder als Geldanlage noch als regelmässige Einkommensquelle betrachtet werden. Verluste durch höhere oder zusätzliche Einsätze ausgleichen zu wollen, kann das finanzielle Risiko weiter erhöhen.
Wie wirkt sich die Marge des Buchmachers auf Wetten auf Favoriten aus?
Die Marge steckt in der Quote und bedeutet, dass die daraus berechnete Wahrscheinlichkeit nicht der tatsächlichen Eintrittswahrscheinlichkeit entspricht. Je nach Markt und Sportart liegt die Auszahlungsquote zwischen 90 % und 96 %; der Rest entfällt auf die Marge.
Wie berechnet sich der Gewinn einer Einzelwette mit CHF 20 Einsatz und Quote 1.50?
Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz × Quote: CHF 20 × 1.50 ergeben CHF 30 Auszahlung.
Was sind Handicap-Wetten?
Bei einer Handicap-Wette wird einem Team ein fiktiver Tor-Rückstand oder Vorsprung angerechnet, bevor das Ergebnis gewertet wird. Bei einem Handicap von -1 muss Team A beispielsweise mit mindestens zwei Toren Vorsprung gewinnen.
Warum ist die Quote auf einen Favoriten niedrig, und was sagt sie über die Wahrscheinlichkeit aus?
Eine niedrige Quote zeigt, dass der Ausgang im Vergleich zu den Alternativen als wahrscheinlicher eingeschätzt wird; dabei fliessen etwa Tabellenlage und Formkurve ein. Als grobe Orientierung entspricht die rohe Wahrscheinlichkeit 1 geteilt durch die Quote: Bei 1.50 sind das rund 66.7 %, nicht aber die tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeit.
Wie wird in der Schweiz auf Sport gewettet?
Sportwetten um Geld dürfen in der Schweiz nur bei Anbieterinnen mit Schweizer Bewilligung und auf zugelassenen Sportarten, Wettbewerben und Wettarten abgeschlossen werden. Vor der Wette sollte man die Bewilligung der Anbieterin sowie die Zulassung des Wettbewerbs und der Wettart prüfen.
Wettarten & Strategien: Einzel-, Kombi- und Systemwetten
Inhalt erstellt vom Team «wettenquotench.com»


