Von der Wahrscheinlichkeit zur nachvollziehbaren Wettquote

Updated November 2026
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Die Berechnung zeigt, wie Einschätzungen, implizite Wahrscheinlichkeiten und Buchmachermarge Quoten und mögliche Auszahlungen beeinflussen.

Analyst berechnet Wettquoten an einem Schreibtisch mit Statistiken

Von der Einschätzung zur Quote: So kalkuliert der Buchmacher

Wer verstehen möchte, wie Wettquoten berechnet werden, sollte bei der Einschätzung des Ereignisses beginnen. Buchmacher schätzen, wie wahrscheinlich die möglichen Spielausgänge sind. Dafür werten sie Statistiken aus und beziehen verschiedene Rahmenbedingungen ein: etwa die Teamform, Verletzungen, das Wetter und die Tabellenposition. Auch die Möglichkeit eines Unentschiedens und angebotene Handicaps fliessen in die Kalkulation ein.

Bei einer Bundesliga-Partie kann ein Trainerwechsel die Einschätzung verändern, wenn er die erwartete Leistung eines Teams beeinflusst. Entscheidend ist nicht allein der Name des neuen Trainers, sondern wie die verfügbaren Informationen die vermuteten Chancen der Mannschaft verschieben. Für langfristige Märkte, etwa auf die Olympischen Winterspiele 2030, wird ebenfalls mit Erwartungen gearbeitet; bis zum Ereignis können sich die Grundlagen der Einschätzung verändern.

Aus der geschätzten Wahrscheinlichkeit lässt sich zunächst eine faire Wettquote ableiten. Wird die Wahrscheinlichkeit als Prozentwert eingesetzt, teilt man 100 durch diesen Wert. Wird sie als Anteil zwischen null und eins geschrieben, erhält man dieselbe faire Dezimalquote, indem man eins durch den Anteil teilt. Die Rechenweise hängt also davon ab, in welcher Form die Wahrscheinlichkeit notiert ist.

Die Reihenfolge ist keine Rangliste.

  1. Sporttip

    Lizenz
    Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
    Mindesteinzahlung
    10 CHF
    Zahlungsmethoden
    TWINT, PostFinance, Kreditkarte
    Merkmale
    Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App
  2. Jouez Sport

    Lizenz
    Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
    Auszahlungsgeschwindigkeit
    bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So)
    Zahlungsmethoden
    TWINT, Visa
    Merkmale
    Cash-out, iOS-App
    Tools für verantwortungsvolles Spielen
    Verlustlimiten, vorübergehender Spielausstieg (1 Tag bis 6 Monate), unbefristete freiwillige Spielsperre (gilt auch für Casinos in der Schweiz und Liechtenstein)
  3. PMU

    Lizenz
    Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
    Auszahlungsgeschwindigkeit
    bis zu 3 Werktage (Antrag Freitag bis Sonntag: bis zu 6 Werktage)
    Zahlungsmethoden
    Mastercard
    Merkmale
    Pferdewetten
  4. Nv.casino

    Lizenz
    Curaçao Gaming Control Board, OGL/2024/1363/0705
    Auszahlungsgeschwindigkeit
    bis 499 EUR: 5 Minuten bis 12 Stunden (spätestens 2 Werktage)
    Merkmale
    Casino, Live-Casino, iOS-App, Android-App
    Tools für verantwortungsvolles Spielen
    Selbstausschluss
  5. Vegas Now

    Lizenz
    Curaçao Gaming Authority, OGL/2024/164/0246
    Mindesteinzahlung
    20 CHF
  6. CrazyBet

    Lizenz
    Anjouan, ALSI-202605026-FI1
    Zahlungsmethoden
    Visa, Mastercard, MiFinity, Bitcoin, Litecoin …
    Merkmale
    Casino, Live-Casino, Krypto-Zahlungen
  7. STAKES

    Auszahlungsgeschwindigkeit
    bis zu 2 Werktage
    Merkmale
    Casino
  8. Sisal

    Lizenz
    ADM, 16020
  9. BetItaly

    Lizenz
    ADM, 16040
    Merkmale
    Livewetten, Quotenboosts, Pferdewetten, Virtuelle Sportarten
    Tools für verantwortungsvolles Spielen
    Einzahlungs-, Verlust- und Spielzeitlimits, freiwillige Pause von 24 Stunden bis 6 Monate, endgültige Selbstsperre über das ADM-Register RUA, Selbsttest
  10. Rabona

    Mindesteinzahlung
    10 CHF
    Zahlungsmethoden
    PlayID, Karte, Paysafecard
    Merkmale
    Livewetten, Casino

Anschliessend kann der Buchmacher die faire Quote anpassen, bevor sie als Angebot erscheint. Dadurch kann die angezeigte Quote unter dem fairen Wert liegen. Wie gross der Unterschied ausfällt, hängt von der Kalkulation des Anbieters und dem jeweiligen Markt ab. Die angebotene Quote ist deshalb nicht einfach eine neutrale Übersetzung der geschätzten Spielchance.

Die Einschätzung bleibt zudem eine Prognose: Statistiken und aktuelle Umstände können eine Wahrscheinlichkeit stützen, aber den Ausgang nicht festlegen. Eine tiefe Quote drückt eine hohe angenommene Eintrittswahrscheinlichkeit aus; sie bedeutet nicht, dass das Ergebnis sicher eintritt. Gerade bei Ereignissen mit mehreren möglichen Ausgängen hängt die Einschätzung davon ab, wie diese Möglichkeiten gegeneinander gewichtet werden.

Implizite Wahrscheinlichkeit und Buchmachermarge richtig einordnen

Eine Dezimalquote lässt sich als Prozentwert lesen: Man teilt eins durch die Quote und multipliziert das Ergebnis mit hundert. Bei einer Quote von 2,00 ergibt sich so eine implizierte Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Der Wert beschreibt, welche Wahrscheinlichkeit in der angebotenen Quote steckt. Er ist keine Aussage darüber, wie wahrscheinlich das Ergebnis tatsächlich ist.

Bei mehreren möglichen Ausgängen zeigt die Summe der implizierten Wahrscheinlichkeiten, ob eine Buchmachermarge eingerechnet ist. Liegt sie über 100 Prozent, sind die Einzelwerte zusammen höher als eine vollständige Wahrscheinlichkeitsverteilung. Der Überschuss lässt sich aus der Summe ableiten: Ergibt sie 111,1 Prozent, entspricht der Anteil oberhalb von 100 Prozent einer Marge von 11,1 Prozent. Die implizierten Werte enthalten diese Marge und dürfen deshalb nicht mit den tatsächlichen Eintrittschancen gleichgesetzt werden.

Beim Wettquotenvergleich sollte man stets denselben Ausgang und denselben Markt gegenüberstellen. Eine Quote für den Heimsieg ist nicht direkt mit einer Quote für „Sieg oder Unentschieden“ vergleichbar. Auch abweichende Marktbedingungen können den Vergleich verzerren. Selbst wenn eine Quote im direkten Vergleich höher ausfällt, beweist das allein nicht, dass der Tipp einen positiven Erwartungswert hat: Dafür müsste die eigene Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit höher sein als der aus der Quote abgeleitete Wert.

Das gilt auch beim Vergleich von Bundesliga-Quoten. Für ein aussagekräftiges Bild müssen sich die Angebote auf dasselbe Spiel und dieselbe Wettart beziehen. Die Quotensumme über alle möglichen Ausgänge hilft zusätzlich, die eingepreiste Marge eines Marktes einzuschätzen. Ein niedrigerer Summenüberschuss deutet auf eine geringere rechnerische Marge hin, sagt aber nichts darüber aus, ob ein einzelner Tipp gewinnt.

Vergangene Wettquoten können eine Veränderung der Einschätzungen im Zeitverlauf dokumentieren, sofern entsprechende Verlaufsdaten vorliegen. Eine frühere Quote ist jedoch keine Prognose für den nächsten Spielausgang. Sportwetten sind weder Geldanlage noch verlässliche Einnahmequelle; bei nicht bewilligten Online-Wetten besteht zudem das Risiko, den Einsatz zu verlieren.

Dezimal-, Bruch- und US-Quoten umrechnen

Quoten können je nach Darstellung unterschiedlich aussehen, obwohl sie denselben Wettmarkt beschreiben. Für den Vergleich werden sie häufig in Dezimalquoten übertragen. Dabei ist wichtig, ob eine Anzeige den möglichen Gesamtbetrag einschliesslich Einsatz oder nur den Gewinn ausweist.

Bei britischen Bruchquoten steht der Zähler im Verhältnis zum Nenner. Der angegebene Gewinn wird zusätzlich zum zurückerstatteten Einsatz gerechnet. Für die Umrechnung teilst du den Zähler durch den Nenner und addierst anschliessend eins. Als Formel: Dezimalquote = Zähler ÷ Nenner + 1. So wird der Einsatzanteil in der Dezimaldarstellung mitberücksichtigt.

Bruchquoten umrechnen

  1. 1

    Division

    Teile den Zähler durch den Nenner.

  2. 2

    Addition

    Addiere eins zum Ergebnis der Division, um die Dezimalquote zu erhalten.

US-Moneylines unterscheiden sich durch das Vorzeichen. Eine positive Zahl bezeichnet den Gewinn je 100 Einheiten Einsatz. Für die Dezimalquote teilst du die positive Zahl durch 100 und addierst eins. Bei einer negativen Zahl zeigt der Betrag, welcher Einsatz für einen Gewinn von 100 Einheiten nötig ist. Hier lautet die Umrechnung: 100 geteilt durch den Betrag der Zahl, danach eins addieren. Das Vorzeichen ist also entscheidend; eine positive und eine negative Moneyline werden nicht mit derselben Rechenfolge behandelt.

Auch amerikanische Wettquoten umzurechnen bedeutet nicht automatisch, dass jede Anzeige dieselbe Bezugsgrösse verwendet. Bei der Prüfung eines Angebots solltest du deshalb feststellen, ob die angezeigte Zahl den Nettogewinn oder den Gesamtbetrag samt Einsatz meint. Für die Einordnung als Dezimalquote zählt der Einsatzanteil mit.

Hongkong-Quoten zeigen den Nettogewinn je eingesetzter Einheit. Sie liegen daher um eins unter der entsprechenden Dezimalquote. Um daraus eine Dezimalquote zu erhalten, wird eins addiert. Wer Wettquoten umrechnen möchte, sollte diese unterschiedlichen Bezugspunkte beachten, statt Zahlen verschiedener Formate direkt nebeneinanderzustellen.

Bei frühen Wettquoten für Pferderennen oder bei Angeboten zur Primera División kann die Darstellung ebenfalls variieren. Das Format allein sagt jedoch nichts darüber aus, wie verlässlich eine Einschätzung ist oder ob ein Tipp gewinnt. Wenn eine Wettseite bei der Anzeige oder Umrechnung eine abweichende Konvention verwendet, sind die Erläuterungen des jeweiligen Anbieters massgeblich. Auch bei korrekt umgerechneten Werten bleibt eine Quote eine Darstellung des Wettangebots und keine Zusage für einen bestimmten Ausgang.

Auszahlung, Kombiwette und Excel-Berechnung

Bei einer Einzelwette ergibt sich die mögliche Auszahlung aus dem Einsatz multipliziert mit der Wettquote. Sie umfasst den Einsatz und den möglichen Gewinn. Für den Nettogewinn wird der Einsatz von der Bruttoauszahlung abgezogen. Als Rechenweg lässt sich das auch so schreiben: Einsatz × (Quote − 1). Geht der Tipp verloren, ist der gesamte Einsatz verloren.

Eine Tabelle in Excel kann diese Schritte übersichtlich abbilden. Tragen Sie den Einsatz in eine Zelle und die Quote in eine andere ein. In einer dritten Zelle berechnet eine Multiplikation beider Zellwerte die mögliche Auszahlung. Eine weitere Formel zieht den Einsatz von dieser Auszahlung ab und zeigt den möglichen Nettogewinn. Bei einer verlorenen Wette entspricht das Ergebnis nicht einem negativen Rechenwert, sondern dem Verlust des eingesetzten Betrags. Die Tabelle bildet also mögliche Ergebnisse ab; sie sagt nicht voraus, ob ein Tipp gewinnt.

Bei einer Kombiwette werden die Quoten der ausgewählten Tipps miteinander multipliziert. Das Ergebnis ist die Gesamtquote. Für die mögliche Auszahlung wird der Einsatz mit dieser Gesamtquote multipliziert; für den Nettogewinn wird anschliessend der Einsatz abgezogen. In Excel kann die Gesamtquote mit einer Produktformel aus den Zellen mit den Einzelquoten ermittelt werden. Eine klassische Kombination gewinnt grundsätzlich nur, wenn alle ausgewählten Tipps richtig sind. Schon ein falscher Tipp kann deshalb zum Verlust der gesamten Wette führen. Mit jeder zusätzlichen Auswahl sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die ganze Kombination aufgeht.

Ein höherer Einsatz vergrössert die mögliche Auszahlung, aber auch den Betrag, der bei einer Niederlage verloren geht. Verlorene Einsätze durch immer höhere oder zusätzliche Wetten zurückholen zu wollen, kann die Verluste weiter erhöhen. Sportwetten sind weder eine Geldanlage noch eine verlässliche Möglichkeit für regelmässiges Einkommen. Bei Online-Wetten, die nicht bewilligt sind, besteht das Risiko, den Einsatz zu verlieren. Berechnungen in Excel helfen, Einsatz und mögliche Auszahlung auseinanderzuhalten; sie beseitigen dieses Risiko nicht.

Favoritenquoten bei Frauen- und Turnierwettbewerben lesen

Bei einer Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft werden Favoritenquoten für unterschiedliche Märkte angeboten. Dazu gehören etwa Wetten auf einzelne Turnierspiele und Viertelfinals. Auch bei Wettbewerben im Frauenfussball können die Quoten je nach Markt und Einschätzung des Anbieters variieren. Eine niedrige Quote zeigt, dass ein Ausgang im Verhältnis zu anderen als wahrscheinlicher bewertet wird. Sie ist jedoch keine Zusage: Auch ein favorisiertes Team kann ausscheiden oder ein einzelnes Spiel verlieren.

Um eine Quote einzuordnen, kann sie zunächst in eine implizierte Wahrscheinlichkeit übersetzt werden: 1 geteilt durch die Dezimalquote, multipliziert mit 100. Dieser Wert beschreibt, welche Wahrscheinlichkeit sich rechnerisch aus dem Angebot ergibt. Er ist nicht mit der tatsächlichen Eintrittswahrscheinlichkeit gleichzusetzen, denn die Buchmachermarge steckt ebenfalls in den angebotenen Quoten. Bei mehreren möglichen Ausgängen können sich die implizierten Wahrscheinlichkeiten deshalb zu mehr als 100 Prozent summieren.

Für eine eigene Einschätzung braucht es eine unabhängige Beurteilung des konkreten Marktes. Bei einem Turnierspiel ist etwa zu unterscheiden, ob die Wette nur die reguläre Spielzeit betrifft oder auch eine Entscheidung nach Verlängerung berücksichtigt. Ebenso sollte klar sein, worauf ein Viertelfinalmarkt genau lautet: auf den Sieger des Spiels oder auf das Weiterkommen. Die Bedingungen des jeweiligen Marktes bestimmen, welches Ergebnis für die Wette zählt.

Anschliessend lässt sich die eigene Einschätzung mit dem aus der Quote abgeleiteten Wert vergleichen. Schätzt eine Person die Eintrittswahrscheinlichkeit höher ein als die Quote sie impliziert, liegt rechnerisch eine Value-Wette vor. Das ist keine Garantie für einen Gewinn: Die eigene Einschätzung kann falsch sein, und auch ein plausibel bewerteter Tipp kann verlieren. Bei Frauen-Wettquoten und Männerwettbewerben gilt derselbe Vergleich; aus der Kategorie allein folgt keine verlässliche Aussage über die Qualität einer Quote.

Bei Turnieren verändern sich Märkte zudem im Verlauf des Wettbewerbs. Vor einem Spiel ist die Quote eine Bewertung zu diesem Zeitpunkt; nach einem Ergebnis kann sich die Einschätzung für noch offene Märkte ändern. Bei Live-Wetten reagieren Quoten auch kurzfristig auf den Spielverlauf. Ein Vergleich zwischen Angeboten ist daher nur sinnvoll, wenn sie sich auf denselben Markt und dieselben Abrechnungsbedingungen beziehen.

Wer wissen möchte, wie man Wettquoten berechnet, sollte zwischen dem Rechenwert und der tatsächlichen Chance unterscheiden. Quoten können helfen, Einschätzungen systematisch zu vergleichen, aber sie machen Sportwetten weder zu einer Geldanlage noch zu einem regelmässigen Einkommen. Ein verlorener Tipp bedeutet den Verlust des eingesetzten Betrags; solche Verluste sollten nicht durch immer höhere oder zusätzliche Wetten ausgeglichen werden.

Quoten für WM-Finale, Sieger und einzelne Spiele

Bei einer Weltmeisterschaft beziehen sich Wettquoten auf unterschiedliche Ereignisse. Eine Wette auf den Turniersieger bleibt über mehrere Runden offen: Entscheidend ist, welches Team den Wettbewerb gewinnt. Bei einer Finalwette geht es dagegen um den Ausgang des Endspiels. Quoten auf einzelne WM-Spiele gelten nur für die jeweils ausgewählte Begegnung. Diese Märkte sind deshalb nicht direkt miteinander vergleichbar.

Vor dem Tipp sollte klar sein, welches Ergebnis die Wettart bewertet. Bei einer Wette auf den Sieger zählt der Titelgewinn, nicht bloss ein einzelner Erfolg im Turnierverlauf. Beim Finale bezieht sich die Auswahl auf das Endspiel; bei einer Spielwette auf die angegebene Partie. Auch die angebotenen Optionen können sich unterscheiden. Die Wettbedingungen legen fest, welches Ergebnis als gewonnen gilt.

Ein Spielplan hilft dabei, die Begegnungen zeitlich einzuordnen und den passenden Markt zu finden. Die Quoten sind jedoch nicht dauerhaft festgeschrieben. Bei Live-Wetten verändern sich Wettmärkte und Quoten als Reaktion auf den Spielverlauf, teils kurzfristig. Wer eine Quote betrachtet, sollte daher prüfen, ob sie für eine kommende Partie oder für eine laufende Begegnung gilt und auf welches konkrete Ergebnis sie sich bezieht.

Eine niedrige Quote bedeutet nicht, dass ein Team sicher gewinnt. Sie ist keine Gewissheit über den Ausgang des Spiels oder Turniers. Bei einer verlorenen Einzelwette ist der gesamte eingesetzte Betrag verloren. Ein höherer Einsatz steigert zwar die mögliche Auszahlung, erhöht aber zugleich den möglichen Verlust. Sportwetten sind weder eine Geldanlage noch eine verlässliche Möglichkeit für regelmässiges Einkommen; verlorene Einsätze sollten nicht mit immer höheren oder zusätzlichen Wetten ausgeglichen werden.

Wer mehrere WM-Spiele oder Märkte verbindet, erhält eine Kombinationswette. Dabei werden die Einzelquoten miteinander multipliziert. Bei einer klassischen Kombination müssen grundsätzlich sämtliche ausgewählten Tipps richtig sein; bereits ein falscher Tipp kann zum Verlust der gesamten Wette führen. Eine grössere Gesamtquote ändert nichts daran, dass jede zusätzliche Auswahl eine weitere Bedingung für den Gewinn darstellt.

In der Schweiz sind Online-Wetten nur im gesetzlich zulässigen Rahmen erlaubt; ausländische Anbieter sind nicht zugelassen. Bei unbewilligten Online-Wetten besteht das Risiko, den Einsatz zu verlieren. Vor einer Wette sollte deshalb auch geklärt sein, ob das Angebot in der Schweiz bewilligt ist.

Langfristige Quoten: Frauen-WM, French Open und WM 2030

Bei langfristigen Märkten liegt das Ereignis weit in der Zukunft. Dazu können Wetten auf den Ausgang der Frauen-WM 2027, den Sieger oder andere Turniermärkte beim French Open 2027 sowie auf die Weltmeisterschaft 2030 gehören. Ob ein Buchmacher solche Märkte anbietet und welche Auswahlmöglichkeiten er führt, ist von seinem Angebot abhängig. Eine Quote ist daher immer an den konkret beschriebenen Markt gebunden.

Bei einer Wette auf den Weltmeister ist das gewählte Team das Ziel des Tipps. Eine Wette auf den Finalausgang bezieht sich dagegen auf ein bestimmtes Spiel. Bei der Frauen-WM kann sich ein Markt etwa auf den Turniersieger oder auf ein einzelnes Spiel beziehen. Der Marktname allein reicht nicht aus, um die Wettbedingungen zu verstehen: Vor der Abgabe sollte klar sein, auf welches Ergebnis sich die Quote bezieht und welche Regeln für die Wertung gelten.

Langfristige Quoten sind keine Vorhersage mit sicherem Ausgang. Eine niedrige Quote bedeutet nicht, dass ein Ergebnis eintreten muss. Auch eine eigene Einschätzung kann danebenliegen; der in der Quote enthaltene Wahrscheinlichkeitswert ist zudem nicht mit der tatsächlichen Eintrittswahrscheinlichkeit gleichzusetzen. Sportwetten sind weder eine Geldanlage noch eine verlässliche Möglichkeit für regelmässiges Einkommen.

Bei einer Kombinationswette werden die Quoten der ausgewählten Tipps miteinander multipliziert. Schon ein falscher Tipp kann dazu führen, dass die gesamte Kombination verliert. Wie sich eine zusätzliche Auswahl auf die Buchmachermarge auswirkt, kann je nach Anbieter und Angebot unterschiedlich sein; massgeblich sind die aktuellen Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Für Personen in der Schweiz ist ausserdem der rechtliche Rahmen wichtig: Ausländische Anbieter sind nicht zugelassen, und bei nicht bewilligten Online-Wetten besteht das Risiko, den Einsatz zu verlieren. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten. Weder eine attraktive Langzeitquote noch eine Kombination ändert diese Risiken. Wer einen Einsatz verliert, sollte ihn nicht durch höhere oder zusätzliche Wetten ausgleichen.

Wie können Sportwetten-Quoten berechnet werden?

Teile 100 durch die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit in Prozent, um die faire Quote zu erhalten. Die angebotene Quote kann darunter liegen, wenn der Buchmacher seine Marge einrechnet.

Wie kommt der Buchmacher auf seine Quoten?

Buchmacher schätzen die Chancen möglicher Spielausgänge anhand von Statistiken und Faktoren wie Teamform, Verletzungen, Wetter und Tabellenposition. Anschliessend können sie die faire Quote anpassen, um eine Marge einzurechnen.

Mit welcher Formel berechnet man die Wahrscheinlichkeit für Wettquoten?

Bei einer Dezimalquote teilst du 1 durch die Quote und multiplizierst das Ergebnis mit 100. Bei einer Quote von 2,00 entspricht das einer implizierten Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent.

Wie errechnen sich Quoten für Sportwetten?

Die faire Dezimalquote ergibt sich aus 1 geteilt durch die geschätzte Wahrscheinlichkeit als Anteil oder aus 100 geteilt durch die Wahrscheinlichkeit in Prozent. Die angebotene Quote kann wegen der Buchmachermarge niedriger sein.

Wer legt die Quoten für Sportwetten fest?

Der Buchmacher legt die angebotenen Quoten fest, indem er die möglichen Spielausgänge einschätzt und seine Kalkulation darauf anwendet. Dabei können Statistiken, Teamform, Verletzungen und weitere Rahmenbedingungen einfliessen.

Wie lese ich amerikanische Wettquoten richtig?

Bei einer positiven Moneyline zeigt die Zahl den Gewinn je 100 Einheiten Einsatz; für die Dezimalquote teilst du sie durch 100 und addierst 1. Bei einer negativen Moneyline zeigt der Betrag den nötigen Einsatz für 100 Einheiten Gewinn; teile 100 durch diesen Betrag und addiere 1.

Was bedeuten Wettquoten?

Wettquoten drücken aus, welche Wahrscheinlichkeit der Buchmacher einem Ergebnis beimisst, und bestimmen die mögliche Auszahlung. Eine Dezimalquote von 2,00 entspricht einer implizierten Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent, ist aber keine Garantie für den tatsächlichen Ausgang.

Was sind Quoten-Wahrscheinlichkeiten?

Quoten-Wahrscheinlichkeiten sind die aus den angebotenen Quoten abgeleiteten implizierten Wahrscheinlichkeiten. Bei Dezimalquoten erhältst du sie, indem du 1 durch die Quote teilst und das Ergebnis mit 100 multiplizierst; die Werte können eine Buchmachermarge enthalten.

Inhalt erstellt vom Team «wettenquotench.com»