So ordnen Sie Sportwetten steuerlich richtig ein
Entscheidend sind die Spielkategorie und die Regeln zu steuerfreien Gewinnen, Deklaration und abzugsfähigen Einsatzkosten.

Welche Sportwetten als Grossspiele gelten
Für die steuerliche Einordnung einer Sportwette ist zuerst ihre Spielkategorie entscheidend. Das Schweizer Geldspielrecht unterscheidet Kleinspiele von Grossspielen. Lokale Sportwetten zählen zu den Kleinspielen; Online-Sportwetten, automatisierte Wetten und interkantonale Wetten werden den Grossspielen zugeordnet. Die Bezeichnung beschreibt also nicht die Höhe eines einzelnen Gewinns, sondern die Art und Reichweite des Angebots.
Bei lokalen Sportwetten gelten feste Grenzen für die Einsätze. Auf eine einzelne Wette dürfen höchstens 200 Franken gesetzt werden. Auch die Summe aller Einsätze ist beschränkt: Sie darf insgesamt 20’000 Franken nicht übersteigen. Diese Limits grenzen lokale Sportwetten von Grossspielen ab. Wer eine Wette online platziert, bewegt sich dagegen im Bereich der Grossspiele; die Begrenzungen für lokale Angebote machen aus einer Online-Wette keine Kleinwette.
Auch automatisierte Wetten gehören zu den Grossspielen. Dabei ist für die Zuordnung nicht ausschlaggebend, ob eine Person jede Wettentscheidung von Hand trifft oder ob der Vorgang automatisiert abläuft. Interkantonale Wetten fallen ebenfalls in diese Kategorie. Die Abgrenzung umfasst somit verschiedene Formen des Angebots und ist nicht auf online platzierte Sportwetten beschränkt.
Die Kategorie einer Wette sollte deshalb nicht allein anhand des Sportereignisses oder des möglichen Gewinns beurteilt werden. Entscheidend ist, ob es sich um ein lokales Angebot innerhalb der Einsatzgrenzen handelt oder um eine Online-, automatisierte oder interkantonale Wette. Die Spielart kann für die steuerliche Behandlung relevant sein; aus der Bezeichnung „Sportwette“ allein lässt sich diese jedoch nicht ableiten.
Die Reihenfolge ist keine Rangliste.
-
Sporttip
- Lizenz
- Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- TWINT, PostFinance, Kreditkarte
- Merkmale
- Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App
-
Jouez Sport
- Lizenz
- Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So)
- Zahlungsmethoden
- TWINT, Visa
- Merkmale
- Cash-out, iOS-App
- Tools für verantwortungsvolles Spielen
- Verlustlimiten, vorübergehender Spielausstieg (1 Tag bis 6 Monate), unbefristete freiwillige Spielsperre (gilt auch für Casinos in der Schweiz und Liechtenstein)
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PMU
- Lizenz
- Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage (Antrag Freitag bis Sonntag: bis zu 6 Werktage)
- Zahlungsmethoden
- Mastercard
- Merkmale
- Pferdewetten
-
Glorion
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- Bitcoin, Ethereum
-
BassBet
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- PlayID, Kreditkarte
- Merkmale
- Wett-Konfigurator, Frühe Auszahlung
-
Cloudbet
- Lizenz
- Curaçao Gaming Authority, OGL/2024/328/0599
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- unter 2 Minuten (90 % der Auszahlungen)
- Zahlungsmethoden
- Bitcoin, Ethereum, Litecoin
- Merkmale
- Livewetten, E-Sport, Casino, Live-Casino
- Tools für verantwortungsvolles Spielen
- Einzahlungslimits (täglich, wöchentlich, monatlich), Abkühlung (24 Stunden bis 3 Monate), Selbstausschluss (1 Jahr bis lebenslang)
-
Cazeus
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- Visa, Mastercard, Paysafecard
- Merkmale
- Casino, Live-Casino
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Spinanga
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- PlayID, Kreditkarte
- Merkmale
- Wett-Konfigurator, Frühe Auszahlung
-
PlayZilla
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- Visa, Mastercard
- Merkmale
- Livewetten, Virtuelle Sportarten, Pferdewetten, Casino
-
Crownplay
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage
- Mindesteinzahlung
- 20 CHF
- Zahlungsmethoden
- Bitcoin, Ethereum
- Merkmale
- Virtuelle Sportarten, Casino, Live-Casino
Für Spieler ist zudem der rechtliche Rahmen des Angebots wichtig. In der Schweiz dürfen Wett- und Lotteriespiele nur Swisslos und die Loterie Romande anbieten. Grossspiele dürfen entsprechend ausschliesslich von Swisslos mit Sporttip und der Loterie Romande mit Jouez Sport veranstaltet werden. Ausländische Wettanbieter dürfen ihre Dienste in der Schweiz nicht anbieten. Das Betreiben illegaler Internet-Wettplattformen ist verboten, auch wenn deren Nutzung durch Spieler erlaubt ist. Bei unbewilligten Online-Wetten besteht das Risiko, den Einsatz zu verlieren.
Die steuerliche Frage, ob ein Sportwettengewinn steuerfrei bleibt oder als steuerpflichtiger Gewinn behandelt wird, folgt daher nicht einfach daraus, dass auf ein Sportereignis gewettet wurde. Zuerst muss feststehen, ob die Wette als Kleinspiel oder Grossspiel einzuordnen ist. Für lokale Sportwetten sind die Einsatzlimits ein konkretes Merkmal der Kleinspiele. Online-, automatisierte und interkantonale Wetten gehören dagegen zu den Grossspielen und unterliegen den dafür geltenden Regeln.
Die Bezeichnung „Berufsspieler“ ändert diese Spielkategorie nicht. Sie beschreibt eine Person, nicht die Art der Wette. Wer die steuerliche Behandlung eines Gewinns beurteilen will, muss daher die konkrete Wettform und ihre Zuordnung betrachten, statt aus der eigenen Spielhäufigkeit oder dem persönlichen Umgang mit Sportwetten auf die Kategorie zu schliessen.
Steuerfreie Gewinne: Grenzen für 2026
Bei Grossspielgewinnen, für die im Steuerjahr 2026 ein Freibetrag von 1’071’000 Franken massgeblich ist, bleibt der Gewinn bis zu dieser Grenze steuerfrei. Entscheidend ist der einzelne Gewinn: Mehrere Gewinne werden für diese Schwelle nicht zu einer Jahressumme zusammengezählt. Die Grenze bezieht sich damit auf das konkrete Spielergebnis und nicht auf sämtliche Einnahmen aus Wetten innerhalb des Steuerjahres.
Übersteigt ein einzelner Grossspielgewinn den Freibetrag, wird nicht automatisch der ganze Gewinn steuerpflichtig. Steuerlich relevant ist der Anteil oberhalb von 1’071’000 Franken. Dieser übersteigende Teil unterliegt der Verrechnungssteuer und der Einkommenssteuer. Ein Gewinn knapp oberhalb der Grenze wird somit anders behandelt als ein Gewinn, der vollständig darunterliegt: Die Steuerpflicht setzt beim Betrag oberhalb des Freibetrags ein.
Für die Einordnung eines Gewinns aus Online-Wetten in der Schweiz im Steuerjahr 2026 ist daher zunächst die Höhe dieses einzelnen Gewinns massgeblich. Liegt er innerhalb des genannten Freibetrags, fällt auf ihn keine Steuer an. Wird die Schwelle überschritten, betrifft die Steuerpflicht nur den darüberliegenden Betrag. Die Grenze ist kein allgemeiner Jahresfreibetrag für alle Wettgewinne einer Person, sondern gilt je einzelnem Grossspielgewinn.
Die Suchfrage nach Sportwetten ohne Wettsteuer lässt sich für Grossspiele deshalb nicht allein mit dem Hinweis beantworten, dass ein Gewinn aus einer Wette stammt. Für die Steuergrenze kommt es darauf an, ob der Gewinn als Grossspielgewinn einzuordnen ist und ob er den Freibetrag überschreitet. Bei einem Gewinn unterhalb der massgeblichen Schwelle bleibt er steuerfrei; oberhalb davon wird der Mehrbetrag besteuert. Die Bezeichnung „Wettsteuer“ ändert daran nichts, denn relevant sind hier die Verrechnungssteuer und die Einkommenssteuer auf dem steuerpflichtigen Anteil.
Wer die Steuer auf Sportwetten für 2026 einschätzen will, sollte den Betrag des einzelnen Gewinns mit der Grenze vergleichen, statt alle Gewinne des Jahres zusammenzurechnen. Die Schwelle von 1’071’000 Franken bestimmt, ab welchem Punkt ein Teil eines Grossspielgewinns steuerpflichtig wird. Sie bedeutet nicht, dass jeder Gewinn in dieser Höhe oder darunter steuerpflichtig wäre. Ebenso wenig wird bei einer Überschreitung automatisch der gesamte Gewinn erfasst: Steuerpflichtig ist der Anteil, der über dem Freibetrag liegt.
Wettanbieter in der Schweiz: Online-Angebote im VergleichDer Überblick ordnet Schweizer Wettanbieter nach Online-Angebot, Apps und rechtlichen Fragen ein und grenzt Sportwetten von allgemeinen Wettseiten ab.
Schweizer Sportwetten-Anbieter: legale AngeboteSeit 2019 sind Sportwetten in der Schweiz erlaubt. Der Überblick erklärt zulässige Wettbewerbe, Online-Angebote sowie Pre-Match-, Live-, Kombi- und Systemwetten.Diese Abgrenzung gilt für Grossspielgewinne, nicht pauschal für jede Art von Wette. Die Spielkategorie ist deshalb Voraussetzung dafür, die Grenze richtig anzuwenden. Für den hier betrachteten Freibetrag ist der relevante Fall ein Grossspielgewinn im Steuerjahr 2026; die steuerliche Behandlung eines konkreten Gewinns hängt davon ab, dass diese Kategorie und der genannte Freibetrag auf ihn zutreffen.
Wettsteuer umgehen? Was bei der Deklaration gilt
Bei Sportwetten kann ein Abzug auf dem Kontoauszug zunächst wie eine endgültige Steuerbelastung wirken. Bei den beiden in der Schweiz zugelassenen Wettanbietern wird die Verrechnungssteuer jedoch direkt vom Veranstalter einbehalten und an die Steuerbehörden überwiesen. Der Abzug beträgt 35 Prozent des Gewinns. Wer versucht, die Wettsteuer durch Weglassen des Gewinns in der Steuererklärung zu umgehen, verzichtet damit auf den vorgesehenen Weg, die einbehaltene Steuer zurückzuerhalten oder anrechnen zu lassen.
Die Deklaration ist deshalb nicht bloss eine Formalität. Wird der Gewinn in der nächsten Steuererklärung ordnungsgemäss angegeben, wird die Verrechnungssteuer vollständig zurückerstattet oder angerechnet. Der Abzug ist also nicht automatisch der Betrag, der am Ende als Steuer geschuldet bleibt. Entscheidend ist, dass die Angaben nachvollziehbar und korrekt sind; die Rückerstattung erfolgt nicht allein dadurch, dass der Veranstalter den Abzug vorgenommen hat.
Richtig deklarieren
- Gewinn ordnungsgemäss in der Steuererklärung angeben
- Gewinnabrechnungen und Nachweise sorgfältig aufbewahren
Falsch deklarieren
- Gewinn in der Steuererklärung weglassen, um Steuern zu umgehen
- Nur den ausgezahlten Betrag nach Steuerabzug aufführen
Für die eigene Dokumentation sollten Gewinnabrechnungen und Nachweise über einbehaltene Beträge aufbewahrt werden. Sie helfen, die Angaben in der Steuererklärung zu belegen und den bereits überwiesenen Betrag der passenden Wette zuzuordnen. Einbehaltene Verrechnungssteuer und erzielter Gewinn sind dabei unterschiedliche Angaben: Wer nur den Betrag aufführt, der nach dem Abzug ausgezahlt wurde, bildet den Vorgang nicht vollständig ab. Massgeblich sind die Abrechnung des Veranstalters und die darin ausgewiesenen Werte.
Die Verantwortung für die Deklaration steuerpflichtiger Wettgewinne liegt bei der spielenden Person. Das gilt auch dann, wenn der Veranstalter keine Verrechnungssteuer abgezogen hat: Das Fehlen eines Abzugs ersetzt die Selbstmeldepflicht nicht. Gerade bei Gewinnen, für die kein Betrag an die Steuerbehörden überwiesen wurde, muss die steuerpflichtige Person darauf achten, den Gewinn korrekt anzugeben und die Unterlagen dazu zu sichern. Eine fehlende Meldung lässt sich nicht damit begründen, dass auf der Auszahlung keine Steuerposition sichtbar war.
Bei Fussballwetten gilt für die Deklaration dasselbe Grundprinzip wie bei anderen Sportwetten: Einbehaltene Verrechnungssteuer wird nicht dadurch zurückgewonnen, dass der Gewinn verschwiegen wird. Der ordnungsgemässe Eintrag in der Steuererklärung schafft vielmehr die Grundlage dafür, dass der Abzug zurückerstattet oder angerechnet werden kann. Wer Angaben weglässt oder Beträge unvollständig erfasst, gefährdet diesen Ausgleich und erfüllt die eigene Verantwortung für die korrekte Deklaration nicht.
Eine pauschale Methode, mit der sich die Wettsteuer legal umgehen liesse, ergibt sich aus dem Abzug nicht. Der praktische Weg führt über eine vollständige Steuererklärung und eine passende Dokumentation des Gewinns sowie der einbehaltenen Verrechnungssteuer.
Wie Wettgewinne grundsätzlich besteuert werden
Gewinne aus Glücksspielen und Wetten werden in den meisten Kantonen steuerlich wie gewöhnliches Einkommen behandelt. Sie stehen damit grundsätzlich in derselben Einkommenssteuer-Systematik wie andere Einkünfte. Wie sich die konkrete Belastung auswirkt, richtet sich nach den für die steuerpflichtige Person geltenden Regeln; eine einheitliche schweizweite Steuerrechnung für jeden Wettgewinn lässt sich daraus nicht ableiten.
Bei der steuerlichen Behandlung zählt auch, woher der Gewinn stammt. Ein Gewinn aus einer ausländischen Quelle gilt als ordentliches Einkommen und ist vollständig steuerpflichtig. Für solche Gewinne besteht kein Freibetrag. Das gilt ebenso für Geldspielgewinne bei Anbietern, die in der Schweiz nicht bewilligt sind: Sie unterliegen vollständig der Einkommenssteuer, auch wenn ein vergleichbarer Gewinn aus einer anderen Quelle anders eingeordnet würde. Die Herkunft des Geldes hebt die Steuerpflicht also nicht auf.
Ausländische Wettanbieter dürfen ihre Dienste in der Schweiz nicht anbieten. Die steuerliche Behandlung eines dort erzielten Gewinns ist davon getrennt zu betrachten: Ein Gewinn wird nicht allein deshalb steuerfrei, weil der Anbieter ausserhalb der Schweiz sitzt oder keine schweizerische Verrechnungssteuer einbehält. Bei ausländischen Quellen greift kein Freibetrag, und der Gewinn ist als Einkommen zu behandeln.
Auch Verluste ändern diese Einordnung nicht beliebig. Verluste aus Geldspielen können nicht von anderen Einkünften abgezogen werden. Wer etwa aus einer anderen Einkommensquelle einen Betrag erzielt und zugleich beim Wetten Geld verliert, kann den Verlust nicht verwenden, um dieses Einkommen steuerlich zu vermindern. Ebenso lassen sich tatsächliche Verluste aus anderen Wetten nicht mit Gewinnen verrechnen. Für die Steuer zählt daher nicht einfach ein selbst gebildeter Gesamtsaldo aus sämtlichen Einnahmen und verlorenen Einsätzen.
Bei der Frage nach der Steuer auf Wettgewinne sind somit zwei Punkte auseinanderzuhalten: die Herkunft des Gewinns und die Behandlung von Verlusten. Bei ausländischen Quellen gibt es keinen Freibetrag; Verluste aus Geldspielen schaffen keinen Abzug von anderen Einkünften. Die allgemeine Einordnung als Einkommen erklärt die steuerliche Grundrichtung, ersetzt aber nicht die Prüfung, welcher Kategorie ein konkreter Gewinn angehört.
Wann Wettgewinne steuerfrei bleiben
Steuerfrei bleiben Gewinne aus Kleinspielen. Dazu zählen lokale Sportwetten ebenso wie kleine Tombolas und Pokerturniere mit begrenzter Reichweite. Wer bei solchen Angeboten gewinnt, muss den Gewinn nicht versteuern. Wetten ohne Steuer sind somit möglich, sofern das Spiel tatsächlich als Kleinspiel gilt.
Entscheidend ist die Spielkategorie, nicht allein die Tatsache, dass es sich um eine Wette handelt. Ein Gewinn aus einer lokalen Sportwette fällt unter die Steuerbefreiung, wenn die Wette zu den Kleinspielen gehört. Die Bezeichnung allein reicht jedoch nicht aus, um ein beliebiges Wettangebot steuerfrei zu machen. Bei Tombolas und Pokerturnieren kommt es ebenfalls darauf an, dass sie klein und in ihrer Reichweite begrenzt sind.
Die Befreiung gilt vollständig für Gewinne aus diesen Kleinspielen. Sie ist keine allgemeine Regel für alle Sportwetten und lässt sich nicht auf Angebote anderer Kategorien übertragen. Wer einen Gewinn steuerlich einordnen muss, sollte daher zuerst prüfen, ob das zugrunde liegende Spiel ein Kleinspiel ist. Die Steuerfreiheit folgt aus dieser Einordnung; sie hängt nicht davon ab, wie hoch der einzelne Gewinn ausfällt.
Damit betrifft die Regel eine klar umrissene Gruppe von Spielen: lokale Sportwetten sowie kleine Tombolas und Pokerturniere mit begrenzter Reichweite. Für diese Kleinspiele bleibt der Gewinn steuerfrei. Die Frage, ob eine Wette zu dieser Kategorie gehört, ist von der steuerlichen Behandlung anderer Wettgewinne getrennt zu beurteilen.
Steuer auf Sportwetten: abzugsfähige Einsatzkosten
Bei steuerpflichtigen Gewinnen aus Grossspielen können Einsatzkosten den Betrag mindern, auf den die Steuer berechnet wird. Die mögliche Höhe ist jedoch nicht pauschal für jedes Angebot anzusetzen: Massgeblich sind die Bedingungen des jeweiligen Anbieters, die vor der Berechnung geprüft werden sollten.
Als Obergrenze gelten 5 Prozent des Gewinns; insgesamt dürfen pro Jahr höchstens 5’000 Franken abgezogen werden. Beide Grenzen sind zu beachten. Liegt der errechnete Abzug über dem Jahresmaximum, bleibt es bei diesem Höchstbetrag. Ein Abzug vermindert den steuerpflichtigen Gewinn, hebt eine allfällige Steuerpflicht aber nicht auf.
Für die eigene Berechnung sollten Einsatz und erzielter Gewinn nachvollziehbar dem betreffenden Grossspiel zugeordnet werden können. Die aktuellen Angebotsbedingungen sind dafür entscheidend: Sie können sich unterscheiden und sollten zum Zeitpunkt des Spiels geprüft werden. Ein pauschaler Abzug ohne Bezug zum konkreten Angebot lässt sich aus diesen Grenzen nicht ableiten.
Ab wann sind Sportwetten-Gewinne in der Schweiz steuerpflichtig?
Bei Online-, automatisierten und interkantonalen Sportwetten gilt 2026 für Grossspielgewinne ein Freibetrag von 1’071’000 Franken pro Einzelgewinn. Steuerpflichtig ist nur der Betrag, der diese Grenze übersteigt.
Sind Sportwetten in der Schweiz legal und muss ich Gewinne versteuern?
Wettspiele dürfen in der Schweiz nur Swisslos und die Loterie Romande anbieten; das Betreiben illegaler Internet-Wettplattformen ist verboten, ihre Nutzung durch Spieler jedoch erlaubt. Bei Grossspielgewinnen wird 2026 nur der Teil eines Einzelgewinns über 1’071’000 Franken besteuert.
Müssen Wettgewinne in der Steuererklärung angegeben werden?
Ja, steuerpflichtige Wettgewinne müssen in der Steuererklärung deklariert werden. Bei Gewinnen der zugelassenen Anbieter wird die einbehaltene Verrechnungssteuer von 35 Prozent bei ordnungsgemässer Deklaration zurückerstattet oder angerechnet.
Muss ich Wettgewinne von ausländischen Anbietern versteuern?
Ja, Gewinne bei ausländischen, in der Schweiz nicht bewilligten Anbietern gelten als ordentliches Einkommen und sind vollständig steuerpflichtig; dafür gibt es keinen Freibetrag.
Muss ich meine Wettgewinne versteuern?
Das hängt von der Wettart und der Höhe des einzelnen Gewinns ab: Gewinne aus lokalen Sportwetten als Kleinspielen sind steuerfrei. Bei Grossspielgewinnen gilt 2026 ein Freibetrag von 1’071’000 Franken pro Einzelgewinn; der darüberliegende Betrag ist steuerpflichtig.
Wettanbieter in der Schweiz: Online-Angebote im Vergleich
Inhalt erstellt vom Team «wettenquotench.com»


