Wettgewinne steuerlich richtig einordnen
Für die Besteuerung zählt nicht nur das Ereignis, sondern auch, ob die Wette online, automatisiert oder interkantonal angeboten wird.

Welche Sportwetten als Grossspiele gelten
Für die steuerliche Einordnung kommt es nicht allein darauf an, auf welche Sportart oder welches Ereignis gewettet wird. Entscheidend ist auch, wie und in welchem Rahmen die Wette angeboten wird. Als Grossspiel gilt eine Sportwette, sobald sie online, automatisiert oder interkantonal angeboten wird. Schon eines dieser Merkmale reicht für die Zuordnung aus.
Online durchgeführte Sportwetten fallen damit unter die Grossspiele. Das gilt unabhängig davon, ob die Wettenden vor dem Ereignis tippen oder während eines laufenden Spiels setzen. Für die Einordnung zählt hier der Online-Vertrieb der Wette; die konkrete Sportart oder der Zeitpunkt der Wettabgabe ändert daran nichts. Wer sich fragt, ob Wettgewinne steuerfrei sein können, sollte deshalb zuerst klären, ob die betreffende Wette als Grossspiel gilt. Die steuerliche Behandlung knüpft an diese Kategorie an.
Auch eine automatisierte Durchführung führt zur Einstufung als Grossspiel. Es geht dabei um die Art, wie die Sportwette angeboten wird, nicht darum, ob ein einzelner Wettender seine Auswahl selbst trifft. Ein Angebot kann also auch dann in diese Kategorie fallen, wenn die Wettabgabe nicht über eine Internetseite erfolgt, sofern sie automatisiert organisiert ist. Online und automatisiert sind eigenständige Kriterien; beide müssen nicht gleichzeitig erfüllt sein.
Das dritte Merkmal ist die interkantonale Ausrichtung. Wird eine Sportwette über die Grenzen eines einzelnen Kantons hinweg angeboten, ist sie ebenfalls als Grossspiel einzuordnen. Damit lässt sich die Kategorie nicht auf digitale Angebote beschränken: Auch die räumliche Reichweite des Angebots spielt eine Rolle. Umgekehrt genügt es nicht, nur auf den Ort zu schauen, an dem eine Person den Wettschein ausfüllt. Ausschlaggebend ist, ob die Wette selbst interkantonal angeboten wird.
Für die praktische Orientierung helfen daher drei Fragen: Wird die Sportwette online angeboten? Ist ihre Durchführung automatisiert? Reicht das Angebot über einen einzelnen Kanton hinaus? Sobald eine dieser Bedingungen zutrifft, handelt es sich um ein Grossspiel. Die Bezeichnung beschreibt also keine bestimmte Sportart und auch keine bestimmte Wettart wie eine Siegwette oder eine Prognose auf ein Ergebnis. Sie ordnet das Angebot anhand seiner Durchführung beziehungsweise seiner Reichweite ein.
Die Abgrenzung ist relevant, weil unterschiedliche Arten von Geldspielen steuerlich nicht zwingend gleich behandelt werden. Wer die Kategorie falsch einschätzt, kann deshalb auch die Regeln für den Gewinn unzutreffend einordnen. Die blosse Tatsache, dass eine Wette auf ein Sportereignis abgegeben wurde, beantwortet die steuerliche Frage noch nicht. Erst die Merkmale des Angebots zeigen, ob es sich um ein Grossspiel handelt.
Bei einem Onlineangebot ist die Zuordnung in der Regel unmittelbar erkennbar: Die Sportwette wird über das Internet durchgeführt und erfüllt damit bereits das Online-Kriterium. Bei Angeboten ohne Onlinezugang sind die Organisation der Durchführung und die kantonale Reichweite zu betrachten. Die Einstufung richtet sich nicht danach, wie häufig jemand wettet oder wie hoch der einzelne Einsatz ausfällt. Für die steuerliche Ausgangslage steht zunächst die Form des Angebots im Vordergrund.
Damit ist die Grundkategorie bestimmt, ohne dass bereits die konkrete Steuerfolge eines Gewinns feststeht. Einordnung als Grossspiel und steuerliche Behandlung des einzelnen Gewinns sind miteinander verbunden, aber nicht dasselbe Prüfungsergebnis. Wer die Art des Angebots kennt, hat den ersten Schritt getan, um anschliessend die dafür geltenden Regeln zu prüfen.
Der Freibetrag bei Schweizer Grossspielen
Bei Schweizer Grossspielen sind Gewinne bis zu einer Million Schweizer Franken steuerfrei. Erst wenn ein einzelner Gewinn diese Grenze übersteigt, fällt auf ihn Verrechnungssteuer an. Für die Frage, ob Sportwetten steuerfrei bleiben, ist damit nicht die Summe aller Auszahlungen während eines Jahres entscheidend, sondern die Höhe des jeweiligen Gewinns.
Der Freibetrag gilt für jeden Gewinn gesondert. Mehrere Gewinne innerhalb derselben Steuerperiode werden nicht zusammengerechnet. Auch wenn die Gesamtsumme der erzielten Gewinne die Grenze überschreitet, löst das allein keine Verrechnungssteuer auf sämtliche Gewinne aus. Massgebend bleibt, ob ein einzelner Gewinn den Freibetrag übersteigt.
Diese Betrachtung verhindert, dass viele voneinander unabhängige Gewinne wie eine einzige Auszahlung behandelt werden. Jeder Gewinn wird einzeln der Schwelle gegenübergestellt. Liegt er innerhalb des steuerfreien Bereichs, fällt für diesen Gewinn keine Verrechnungssteuer an. Überschreitet er die Grenze, wird der darüberliegende Betrag steuerlich relevant. Die Grenze bezieht sich also nicht auf den Jahresertrag aus sämtlichen Wetten und auch nicht auf den Kontostand bei einem Anbieter.
Wer beispielsweise wiederholt kleinere Beträge gewinnt, muss diese deshalb nicht zu einem fiktiven Gesamtgewinn addieren, um die Verrechnungssteuer zu bestimmen. Umgekehrt wird ein einzelner hoher Gewinn nicht dadurch in mehrere steuerfreie Gewinne aufgeteilt, dass die Auszahlung in Teilbeträgen erfolgt. Entscheidend ist der einzelne Gewinn als solcher; die Zahl der Wetten oder der Überweisungen ist dafür nicht der Massstab.
Die Formulierung «Gewinne aus Sportwetten steuerfrei» trifft für Grossspiele somit nur innerhalb des Freibetrags zu. Ein Gewinn bleibt nicht allein deshalb vollständig steuerfrei, weil er aus einer Sportwette stammt. Überschreitet ein einzelner Gewinn die Millionengrenze, wird der Betrag oberhalb dieser Schwelle erfasst. Die steuerfreie Behandlung gilt bis zur Grenze, nicht darüber hinaus.
Für die Einschätzung ist daher zunächst der einzelne Gewinn zu betrachten. Eine Addition verschiedener Gewinne aus derselben Steuerperiode würde zu einem falschen Ergebnis führen; ebenso wäre es unzutreffend, die Verrechnungssteuer bereits bei jedem Gewinn unabhängig von dessen Höhe anzunehmen. Die Schwelle knüpft an die einzelne Auszahlung beziehungsweise den einzelnen Gewinn an und entscheidet, ob die Steuerfreiheit vollständig bestehen bleibt oder nur bis zum Freibetrag reicht.
Bei der Frage, ob Sportwetten steuerfrei sind, sollten daher zwei Punkte auseinandergehalten werden: die Einordnung des Spiels als Grossspiel und die Höhe des daraus erzielten einzelnen Gewinns. Ist die Wettart als Grossspiel einzuordnen, kommt der Freibetrag von einer Million Schweizer Franken zur Anwendung. Für Gewinne innerhalb dieser Grenze fällt keine Verrechnungssteuer an; wird sie überschritten, betrifft die Steuer den Anteil oberhalb des Freibetrags. Die übrigen Gewinne derselben Steuerperiode verändern diese Einzelbetrachtung nicht.
Sind Gewinne aus ausländischen Onlinewetten steuerfrei?
Für Gewinne aus ausländischen Onlinespielen gilt kein Freibetrag. Der Gewinn ist vollständig steuerbar und muss vollumfänglich versteuert werden. Damit unterscheidet sich die Behandlung von derjenigen eines Schweizer Grossspiels, bei dem ein Freibetrag berücksichtigt wird. Bei einem ausländischen Angebot lässt sich ein Teil des Gewinns nicht aufgrund einer solchen Schwelle steuerfrei stellen.
Die Reihenfolge ist keine Rangliste.
-
Sporttip
- Lizenz
- Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- TWINT, PostFinance, Kreditkarte
- Merkmale
- Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App
-
Jouez Sport
- Lizenz
- Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So)
- Zahlungsmethoden
- TWINT, Visa
- Merkmale
- Cash-out, iOS-App
- Tools für verantwortungsvolles Spielen
- Verlustlimiten, vorübergehender Spielausstieg (1 Tag bis 6 Monate), unbefristete freiwillige Spielsperre (gilt auch für Casinos in der Schweiz und Liechtenstein)
-
PMU
- Lizenz
- Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa)
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis zu 3 Werktage (Antrag Freitag bis Sonntag: bis zu 6 Werktage)
- Zahlungsmethoden
- Mastercard
- Merkmale
- Pferdewetten
-
BetScore
- Mindesteinzahlung
- 10 CHF
- Zahlungsmethoden
- PlayID, Visa, Mastercard, Paysafecard
- Merkmale
- Livewetten, Casino
-
Nv.casino
- Lizenz
- Curaçao Gaming Control Board, OGL/2024/1363/0705
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- bis 499 EUR: 5 Minuten bis 12 Stunden (spätestens 2 Werktage)
- Merkmale
- Casino, Live-Casino, iOS-App, Android-App
- Tools für verantwortungsvolles Spielen
- Selbstausschluss
-
Jojobet
- Lizenz
- Tobique Gaming Commission
- Merkmale
- Livewetten, E-Sport, Casino, Live-Casino
-
Rainbet
- Lizenz
- Anjouan
- Auszahlungsgeschwindigkeit
- in der Regel 5 bis 15 Minuten (Krypto)
- Zahlungsmethoden
- Ethereum, Solana, XRP, BNB, Tron …
- Merkmale
- E-Sport, Casino, Live-Casino, Krypto-Zahlungen
-
Betebet
- Lizenz
- Anjouan, ALSI-202503016-FI1
-
BC.Game
- Lizenz
- Government of the Autonomous Island of Anjouan, ALSI-202410011-FI1
- Zahlungsmethoden
- Bitcoin, Ethereum, USDT, Dogecoin, TRON …
- Merkmale
- Livewetten, E-Sport, Casino, Live-Casino
- Tools für verantwortungsvolles Spielen
- Selbstausschluss und Limit-Tools in den Kontoeinstellungen
-
BetItaly
- Lizenz
- ADM, 16040
- Merkmale
- Livewetten, Quotenboosts, Virtuelle Sportarten, Pferdewetten
- Tools für verantwortungsvolles Spielen
- Einzahlungs-, Verlust- und Spielzeitlimits, freiwillige Pause von 24 Stunden bis 6 Monate, endgültige Selbstsperre über das ADM-Register RUA, Selbsttest
Entscheidend ist dabei, dass es sich um ein Angebot eines Anbieters aus dem Ausland handelt. Der Aufenthaltsort während der Spielteilnahme ändert die steuerliche Einordnung nicht: Auch wenn jemand im Ausland spielt, bleibt ein dort erzielter Gewinn vollumfänglich zu versteuern. Der Spielort schafft also keinen Freibetrag und macht den Gewinn nicht steuerfrei.
Für die Einordnung sollten daher zwei Fragen auseinandergehalten werden: Wo wird gespielt, und von welchem Anbieter stammt das Online-Spiel? Wer sich im Ausland aufhält, nimmt dadurch nicht automatisch an einem Schweizer Grossspiel teil. Umgekehrt wird ein ausländisches Onlineangebot nicht allein deshalb zu einem Schweizer Spiel, weil die teilnehmende Person in der Schweiz wohnt oder von hier aus darauf zugreift. Bei ausländischen Onlinespielen ist der Gewinn ohne Freibetrag steuerbar.
Die Frage, ob Sportwettengewinne steuerfrei sind, lässt sich deshalb nicht allein mit einem Ja oder Nein beantworten. Bei einem ausländischen Onlineangebot ist der Gewinn nicht durch einen Freibetrag geschützt; er wird in voller Höhe als steuerbarer Gewinn behandelt. Das gilt auch dann, wenn die Spielteilnahme nicht in der Schweiz stattgefunden hat. Die Möglichkeit, einen Freibetrag anzurechnen, ergibt sich nicht aus dem blossen Umstand, dass es um eine Sportwette geht.
Damit ist die steuerliche Behandlung ausländischer Onlinegewinne unabhängig davon, ob die Teilnahme von zu Hause oder während eines Aufenthalts im Ausland erfolgt. Für die Frage der Steuerfreiheit zählt, dass der Gewinn aus einem ausländischen Geldspiel stammt: Ein Freibetrag ist dafür nicht vorgesehen, und der gesamte Gewinn ist zu versteuern.
Wettgewinne in der Steuererklärung angeben
Auch wenn ein Gewinn steuerfrei bleibt, gehört er in die Steuererklärung. Für Gewinne aus Lotterien, Glücksspielen und Geschicklichkeitsspielen ist das Wertschriftenverzeichnis der vorgesehene Ort. Die Deklaration und die spätere Besteuerung sind dabei zwei getrennte Schritte: Ein Eintrag bedeutet nicht automatisch, dass auf den gesamten Gewinn Steuern anfallen.
Das gilt auch für steuerfreie Geldspielgewinne. Wer nur darauf achtet, ob ein Betrag steuerpflichtig ist, kann deshalb die Erklärung unvollständig ausfüllen. Entscheidend ist zunächst, ob ein Gewinn aus einer Lotterie, einem Glücksspiel oder einem Geschicklichkeitsspiel stammt. Ist das der Fall, wird er im Wertschriftenverzeichnis aufgeführt – unabhängig davon, ob nach der steuerlichen Berechnung tatsächlich eine Belastung entsteht.
Bei Schweizer Onlinespielen werden die Beträge vollständig als Lotterie- und Spielgewinne deklariert. Freibeträge berücksichtigt die Steuerbehörde anschliessend bei der Veranlagung automatisch. Es ist deshalb nicht nötig, den deklarierten Betrag eigenständig um einen Freibetrag zu kürzen. Die Erklärung soll den Gewinn vollständig abbilden; die steuerliche Berechnung erfolgt danach.
Für die Einordnung in der Steuererklärung ist es hilfreich, die Angaben zu einem Gewinn nachvollziehbar aufzubewahren. Dazu können etwa die Abrechnung des Anbieters oder eine Bestätigung über die Auszahlung gehören. Solche Unterlagen erleichtern es, den eingetragenen Betrag bei Bedarf zu erklären. Sie ändern jedoch nichts daran, dass der Gewinn im Wertschriftenverzeichnis anzugeben ist.
Wer mehrere Arten von Gewinnen erzielt hat, sollte die Herkunft der Beträge klar auseinanderhalten und die Angaben dem passenden Bereich zuordnen. Bei einem Geldspielgewinn ist nicht allein ausschlaggebend, ob der Einsatz online erfolgte oder ob der Betrag steuerfrei ist. Relevant für diesen Abschnitt der Erklärung ist, dass es sich um einen Gewinn aus einem Geld- oder Geschicklichkeitsspiel handelt. Schweizer Onlinegewinne sind als Lotterie- und Spielgewinne zu erfassen.
Richtig
- Alle Geldspielgewinne im Wertschriftenverzeichnis eintragen
- Vollständige Beträge ohne eigenständige Kürzung deklarieren
Falsch
- Steuerfreie Gewinne aus der Steuererklärung weglassen
- Den deklarierten Betrag selbst um den Freibetrag reduzieren
Die Frage, ob Wetten steuerfrei sind, beantwortet daher nicht zugleich, ob sie in der Steuererklärung fehlen dürfen. Auch steuerfreie Gewinne werden eingetragen. Erst im Rahmen der Veranlagung wird berücksichtigt, welche steuerliche Behandlung für den jeweiligen Gewinn gilt. Wer einen Eintrag weglässt, weil er den Betrag für steuerfrei hält, verwechselt somit die Deklarationspflicht mit der anschliessenden Berechnung der Steuer.
Steuerliche Regeln für bewilligte Online-Sportwetten
Bei bewilligten Schweizer Online-Sportwetten richtet sich die steuerliche Einordnung nach dem Geldspielgesetz. Gewinne aus solchen Onlinespielen gelten als Lotterie- und Spielgewinne. Sie gehören deshalb in die Steuererklärung; die Einstufung als Sportwette ändert daran nichts. Ob der einzelne Gewinn steuerfrei bleibt, hängt von den für Grossspiele geltenden steuerlichen Regeln ab.
Für die Bewilligung grosser Sportwetten sind in der Schweiz ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande zuständig. Das Geldspielgesetz sieht für diese Veranstalter die entsprechenden Bewilligungen vor; andere Anbieter können Sportwetten nicht als Grossspiele anbieten. Die Bewilligung ist damit nicht bloss ein Merkmal des Angebots, sondern bestimmt auch, ob ein Schweizer Onlinespiel in diese steuerliche Kategorie fällt.
Bei der Prüfung eines Gewinns kommt es daher darauf an, welches Spiel angeboten wurde und ob es unter einer Bewilligung oder Konzession nach dem Geldspielgesetz durchgeführt wird. Ein Online-Angebot wird nicht allein dadurch zu einem bewilligten Schweizer Spiel, dass es Sportwetten umfasst oder sich an Personen in der Schweiz richtet. Massgeblich ist die Veranstalterbewilligung. Für bewilligte Schweizer Onlinespiele ist die Zuordnung zu den Lotterie- und Spielgewinnen die Grundlage für die Deklaration und die anschliessende steuerliche Behandlung.
Wer einen Gewinn aus einem solchen Angebot in der Steuererklärung erfasst, sollte ihn entsprechend als Lotterie- und Spielgewinn einordnen. Die Bewilligung liefert dafür den rechtlichen Anknüpfungspunkt; sie bedeutet nicht, dass jeder Gewinn automatisch steuerfrei ist. Entscheidend bleiben die Regeln, die für die jeweilige Gewinnart gelten.
Wann Wettgewinne vollumfänglich steuerbar sind
Nicht jeder Gewinn aus einer Sportwette fällt automatisch unter dieselbe steuerliche Behandlung. Vollumfänglich steuerbar sind insbesondere Gewinne, die aus gewerbsmässigem Spielen stammen. Das gilt für gewerbsmässiges Pokerspielen ebenso wie für andere Spiele, die gewerbsmässig betrieben werden. Bei solchen Gewinnen greift kein steuerfreier Anteil: Die gesamte Gewinnsumme ist steuerlich zu berücksichtigen.
Auch der Ort des Gewinns ist entscheidend. Gewinne, die im Ausland erzielt werden, müssen vollumfänglich versteuert werden. Das gilt auch dann, wenn die Teilnahme am Spiel tatsächlich im Ausland stattgefunden hat. Ein Freibetrag, wie er bei bestimmten Schweizer Geldspielen zur Anwendung kommt, lässt sich auf solche ausländischen Gewinne nicht übertragen. Für die Einordnung zählt somit, ob der Gewinn aus gewerbsmässigem Spielen stammt oder im Ausland erzielt wurde.
Bei ausländischen Wettanbietern kommt hinzu, dass sie für Online-Wetten in der Schweiz nicht zugelassen sind. Gewinne aus dem Ausland sind unabhängig davon vollumfänglich steuerbar. Auch bei illegalen oder unbewilligten Spielen entfällt die steuerliche Erfassung nicht: Solche Gewinne sind im selben Umfang steuerbar wie Gewinne aus legalen Spielen und unterliegen der Verrechnungssteuer. Bei nicht bewilligten Online-Wetten besteht zudem das Risiko, den Einsatz zu verlieren.
Für die Beurteilung sollte deshalb nicht allein die Sportart oder die Höhe des Gewinns betrachtet werden. Relevant sind die Art des Spiels und der Ort, an dem der Gewinn erzielt wurde. Wer regelmässig spielt, sollte ausserdem beachten, dass gewerbsmässiges Spielen eine eigene steuerliche Folge hat. Die steuerliche Behandlung lässt sich nicht pauschal aus der Bezeichnung «Sportwette» ableiten; massgeblich sind die konkreten Umstände des Gewinns.
Wettanbieter in der Schweiz: Online-Angebote im Vergleich
Inhalt erstellt vom Team «wettenquotench.com»


